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Freiberg klimaneutral

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Über uns


Wir sind ein Zusammenschluss aus mehreren Umweltinitiativen, den es in dieser Größe seit der Wende nicht mehr gegeben hat. Wir setzen uns für ein klimaneutrales Freiberg ein. Denn anstatt weiter auf Regelungen der Bundesregierung zu warten, wollen wir konkret vor Ort Maßnahmen anschieben, die tatsächlich zur Klimaneutralität führen. Dabei möchten wir einen Dialog mit Freiberger Instanzen fördern, um wirklich nachhaltige Entwicklungen zu ermöglichen.

Im Rahmen dessen soll sich die Stadt zum Ziel der Klimaneutralität bis 2035 bekennen. CO2-Emmisionen darüber hinaus müssen begründet werden. Dafür soll ein Fahrplan aufgestellt und ein jährlichen Bericht über den erreichten Stand verfasst werden. Mit der dadurch entstehenden Transparenz können Stadt, Bevölkerung und andere Beteiligte gemeinsam Lösungen diskutieren und finden. Über konkrete Maßnahmen jedoch können und wollen wir nicht allein bestimmen, weshalb wir lediglich Anregungen zusammengestellt haben. Der Fahrplan selbst soll im Dialog entstehen.

Wir sind immer für konstruktive Anregungen offen und freuen uns auf Unterstützung! Nachhaltigkeit ist ein Begriff, der von einem Freiberger geprägt wurde. Nur gemeinsam schaffen wir es, die Stadt auch für diese bekannt zu machen.

News Ticker


Oktober 2019: Gründung „Parents for Future“ in Freiberg

Januar 2020: Einladung der anderen Umweltinitiativen Freibergs zur gemeinsamen Erarbeitung eines Forderungspapiers. Damit Zusammenschluss der Umweltinitiativen zu "Freiberg-klimaneutral"

Februar-März 2020: Gruppenarbeiten zu Vorschlägen für Freiberger Maßnahmen zur Minimierung der Emission

März-Juni 2020: Weitere Ausarbeitung des Forderungspapiers ohne persönliche Treffen während Lockdown

Juli-August 2020: Vorbereitung/Organisation der Veranstaltung zur Präsentation/Übergabe des Forderungspapiers

8. September 2020: Öffentliche Veranstaltung in der Petrikirche zur Vorstellung und Übergabe des Forderungspapiers an die eingeladenen Stadträte und Vertreter des Bürgermeisters. Erste Stellungnahmen der Anwesenden.

Oktober-Dezember 2020: Gespräche mit den Fraktionen (CDU, FDP sind auf unsere Gesprächsangebote nicht eingegangen.) und Bürgermeister; Von den verschiedenen Fraktionsgruppen wurden Beschlußvorlagen zum Klimaschutz erstellt.

26. Januar 2021: Vier Repräsentanten von Freiberg-klimaneutral zum zweiten Mal bei den Bürgermeistern Krüger und Reuter. Uns wurde der Beschlussverschlag der Stadtverwaltung vorgestellt als Zusammenfassung der beiden Vorschläge der Fraktionsgruppen. Wir haben betont, dass es gut wäre, wenn überhaupt ein Beschluss die Zustimmung des Stadtrates bekommt, uns aber die konkrete Zielstellung zur Reduzierung von CO2-Emissionen in deren Vorschlag fehlt.

28. Januar 2021: Während die Stadträte zur Stadtratssitzung in der Nikolaikirche kamen haben wir eine 10-köpfige Mahnwache auf dem Buttermarkt aufgestellt, um auf die Dringlichkeit des Handelns hinzuweisen, weniger CO2 zu emittieren und weniger Ressourcen zu verbrauchen. In der Stadtratssitzung hat die Fraktion CDU/FDP ihren Beschlussvorschlag zugunsten des Stadtverwaltungsvorschlages zurückgezogen. Dann gab es noch Ergänzungen zum Beschlussverschlag der Stadt hinsichtlich eines genaueren Terminplans zum weiteren Vorgehen und dass kein Stadtratsmitglied in der Arbeitsgruppe sein soll. Leider kamen Anträge für die Einbeziehung der Uni nicht durch. Nach einer kurzen Beratungspause stimmte die Mehrheit des Stadtrates für den Beschlussvorschlag der Stadt, mit einer Arbeitsgruppe als Beteiligungsprozess ein Klimaschutzkonzept bis Ende dieses Jahr aufzustellen.

22. Februar 2022: Pressemittelung von Freiberg klimaneutral: Freiberger Klimaschutzkonzept kommt kaum voran. Ein Jahr nach dem Stadtratsbeschluss zeigt sich das Bündnis Freiberg klimaneutral ernüchtert. Am 28. Januar 2021 wurde vom Freiberger Stadtrat die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes beschlossen, doch bislang ist kaum etwas Greifbares erreicht. Die Umsetzung steckt immer noch in der Anfangsphase. Angesichts der sich immer weiter verschärfenden Klimakrise ist dies für das Bündnis Freiberg klimaneutral deutlich zu wenig.


Stadt beschließt die Erarbeitung eines Klimaschutzkonzepts


Der Stadtrat hat beschlossen ein Klimaschutzkonzept für Freiberg erarbeiten zu lassen. Seit einem Jahr haben wir als Teil des Bündnisses Freiberg klimaneutral auf diesen Stadtratsbeschluss hingearbeitet und freuen uns, dass sich nun etwas in unserer Bergstadt tut um dem Klimawandel noch effektiver entgegenzutreten. Wir hätten uns sicher einen noch deutlicheres Bekenntnis zur Klimaneutralität und transparenten Beteiligungsmöglichkeiten gewünscht, sind mit dem erreichten aber dennoch zufrieden. Nun setzen wir auf ein gutes Klimaschutzkonzept und bleiben da sicher weiter am Ball.

Pressemitteilung vom 22.2.: Freiberger Klimaschutzkonzept kommt kaum voran


Ein Jahr nach dem Stadtratsbeschluss zeigt sich das Bündnis Freiberg klimaneutral ernüchtert

Am 28. Januar 2021 wurde vom Freiberger Stadtrat die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes beschlossen, doch bislang ist kaum etwas Greifbares erreicht. Die Umsetzung steckt immer noch in der Anfangsphase. Angesichts der sich immer weiter verschärfenden Klimakrise ist dies für das Bündnis Freiberg klimaneutral deutlich zu wenig.

Bereits 2020 ist Freiberg klimaneutral, ein Bündnis aus 11 Gruppen, die sich im Bereich Umwelt engagieren, an die Stadtpolitik herangetreten. Die Zielstellung lautete Klimaneutralität Freibergs bis 2035. Letztlich kam es zu einem deutlich abgeschwächten Beschluss im Stadtrat, der die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes bis zum 30. Juni 2022 vorsieht. Aus dem Konzept sollen sich dann weiterführende Maßnahmen für die Stadt ergeben. An der Einhaltung des Termins hat Freiberg klimaneutral allerdings erhebliche Zweifel, denn der Stadtratsbeschluss sah auch eine Vorlage eines ersten Entwurfs bis zum 31. Dezember 2021 vor, was bislang nicht erfolgte. Auch die Beauftragung des Ingenieurbüros, welches das Klimaschutzkonzept erstellen soll, ist bislang nicht erfolgt, obwohl dies bis zum 30. Juni 2021 vorgesehen war. „Wir haben durchaus Verständnis, wenn es zu zeitlichen Verzögerungen kommt, weil etwa noch ein Förderantrag gestellt werden soll,“ so Uwe Kaden von Freiberg klimaneutral. Er ergänzt aber auch: „Dass sich allerdings nahezu nichts tut, wird der auf uns zukommenden Klimakrise mit Nichten gerecht.“ So ist von der nach dem Stadtratsbeschluss eingesetzten Arbeitsgruppe bislang nichts zu vernehmen, obwohl es laut Holger Reuter einer ihrer Aufgaben ist, für Akzeptanz in dem gesamten Prozess des Klimaschutzkonzeptes zu sorgen. Auch gab es bislang lediglich zwei Treffen der Arbeitsgruppe.

Wir sehen auch positive Ansätze, welche die Stadt Freiberg bereits verfolgt, etwa im Bereich der Sanierung und des Energiemanagements. Im Rahmen des Prozesses der zum Stadtratsbeschluss führte, gaben Vertreter der Stadt selbstkritisch zu, dass die positiven Entwicklungen für den Klimaschutz bislang zu wenig kommuniziert wurden. Leider hat es in diesem Bereich bislang keine Verbesserungen gegeben. „Generell können sinnvolle Maßnahmen ja bereits ergriffen werden, auch ohne die Erstellung eines neuen Klimaschutzkonzeptes. Grundlage könnte das bereits existierende Klimaschutz- und Energiekonzept von 2005 sein. Wir bieten hierbei gern auch weiterhin Unterstützung an,“ so Chayenne Bohlinger von Freiberg klimaneutral.

In dem Konzept von 2005 werden insgesamt 74 Maßnahmen angedacht. Hierzu zählen etwa die Erstellung eines Energieberichtes mit belastbarem Datenmaterial und eine ausgeprägte Öffentlichkeitsarbeit, um die Bevölkerung auf dem Weg zu mehr Klimaschutz mitzunehmen. Darüber hinaus sollen die Stadtwerke der Motor für die Umsetzung der Klimaschutzziele sein. Auch die Nutzung von freien Flächen und Dachflächen für mehr Photovoltaik ist in dem von der Stadtverwaltung in Auftrag gegebenen Konzept verankert. Eine Maßnahme die von Holger Reuther jüngst als Nebelkerze abgetan wurde. Alternative Vorschläge bleiben bislang leider aus, in der Stadt, die aktiven Klimaschutz durch Erneuerbare Energien in ihrem Leitbild verankert hat. Insgesamt bleiben die Bemühungen zu gering.


Fahrplan zur Klimaneutralität von Freiberg


Der weltweite Klimawandel ist in vollem Gange. Die Arktis liegt jetzt schon bei 2°C-höheren Durchschnittstemperaturen wodurch das Meereis im Sommer nur noch halb so groß ist wie vor 40 Jahren, das Grönlandeis sechsmal schneller schmilzt als in den neunziger Jahren und die Permafrostböden der Nordhalbkugel bereits auftauen.

Neben anderen 76 Ländern und der EU-Kommission hat sich auch Deutschland dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2050 die Klimaneutralität zu erreichen. Für die Einhaltung des 1,5-Grad-Zieles ist dies sogar bis 2035 notwendig. Die Stadt Freiberg steht für diese Aufgabe auf einer guten Startposition. Aufgrund ihrer geschichtlichen Entwicklung aus dem Silberbergbau heraus und den technologischen Kenntnissen durch die Bergakademie hat sich Freiberg seit langem in Richtung Nachhaltigkeit, rationelle Energienutzung und regenerative Energien entwickelt.

Die Stadt Freiberg erwähnt in ihrem Leitbild an mehreren Stellen den Klimaschutz und sogar dazu konkrete Ziele für 2020. Allerdings ist es nicht weiter untersetzt und schon im Internetauftritt der Freiberger Stadtwerke ist kein Wort mehr zu regenerativen Energien oder Klimaschutz zu finden. Für die Bürger Freibergs und ihre Besucher ist nicht erkennbar, was im Hinblick auf Klimaschutz schon alles in den letzten Jahren erarbeitet und erreicht wurde, wo wir bezüglich der gesetzten Ziele stehen oder was noch zur Klimaneutralität vollbracht werden muss.

Die hier unterzeichnenden Umweltinitiativen Freibergs fordern vom Stadtrat einen Beschluß zur Veröffentlichung (in 2020) einer Aufstellung über den Ist-Status bezüglich klimaschädlicher Emmissionen von Freiberg und eines Fahrplans zur Klimaneutralität der Stadt Freiberg bis 2035. Im Zusammenhang mit diesem Fahrplan fordern wir von der Stadt Freiberg ab heute:

Wir bieten dem Stadtrat Freibergs eine konstruktive Zusammenarbeit bei den Maßnahmen zur Erreichung des strategischen Zieles an, die Netto-CO2-Emmissionen im Stadtgebiet auf null zu bringen. Freiberg soll dieses Ziel bis 2035 erreichen.

Termine


10. Juni Kaffeerösterei Momo, Touristinformation, FAIRkauf Ladencafé, Bioladen Querbeet Abstimmung zur Fair Trade Stadtschokolade (2 Wochen lang)
10. Juni 15 Uhr Obermarkt Fridays For Future-Kundgebung
12. Juni - OB- und Landratswahl
15.-30. Juni Abgeben könnt ihr diese z.B. im FAIRkauf Ladencafé und im Bioladen Querbeet Handysammelaktion und Handy-Wette (Ziel der Aktion ist es Handys die nicht mehr genutzt werden oder kaputt sind wieder nutzbar zu machen oder zu recyceln. Hierzu ist die Fairtrade Town-Gruppe eine Wette mit dem OB eingegangen. Unser Ziel ist es in 15 Tagen 1000 Althandys zu sammeln.)
20. Juni - 3. Juli Neue Mensa Eröffnung der Ausstellung „Rohstoffwunder Handy“
20. Juni 18 Uhr Werner-Bau Raum WER-1045 (Brennhausgasse 14) Wo steht Freiberg beim Klimaschutz? (Vortrag von Matthias Beier/Freiberg klimaneutral)
21. Juni 20 Uhr online Was hat unser Handy mit dem Bergbau in Bolivien zu tun: Austrocknung des Poopo - Sees und Wasserkonflikte in den Gemeinden
28. Juni 18.30 Uhr Sitzungsraum der Agenda 21 (Poststraße 3a) Markt der Nachhaltigkeit (am 17. September geplant) Kick Off-Treffen
28. Juni 19:45 Uhr online Remaking Matter: AMP Model of Materials-based Collaborative Design
3. Juli - Eventuell OB- und Landratswahl (Nachwahl)
4. - 18. Juli Rathausfoyer Ausstellung „Rohstoffwunder Handy“
5. Juli 18 Uhr Kinopolis Film: „Death by Design“
7. Juli 19 Uhr online Onlinevortrag: Shiftphones – Nachhaltige Technologie aus Deutschland

Aktuelle Informationen


Petition zur Photovoltaik-Pflicht

Fahrplan zur Klimaneutralität

Anhang zu den Maßnahmen

Präsentation Fahrplan zur Klimaneutralität

Pressemittelung von Freiberg klimaneutral vom 22.2.2022

Fragen und Antworten zu den Wahlprüfsteinen

Pressemitteilung von Freiberg klimaneutral vom 02.06.2022

Was planen Freiberger OB-Kandidierende zum Thema Klimawandel?

Bündnis stellt Wahlprüfsteine an Kandidierende


Im Vorfeld der Bürgermeisterwahl hat das Bündnis „Freiberg klimaneutral“ den Kandidierenden Wahlprüfsteine zum Thema Klimaschutz zugesandt. Erfreulicherweise antworteten alle fünf Bewerber, wobei die Antworten teils stark variierten. So gaben etwa Johannes Brink und Sven Krüger an, dass ihnen Klimaschutz ein wichtiges Anliegen sei. Peter Errmann sieht Freiberg bei diesem globalen Problem als eher nicht zuständig, Anke Martin-Heede bemisst dem Klimawandel keine besondere Bedeutung und Marko Winter sieht im menschengemachten Klimawandel gar kein Problem, sondern politische Panikmache.

Den unterschiedlichen Grundhaltungen entsprechend fielen auch die Antworten verschieden aus bezüglich dessen, was die Kandidierenden für den Klimaschutz unternehmen würden, sollten sie zum Oberbürgermeister gewählt werden. Herr Winter spricht sich etwa gegen Erneuerbare Energien aus und empfindet die Energiewende als einen Irrweg, dementsprechend macht er auch keine Vorschläge. Frau Martin-Heede macht sich für das Konzept der essbaren Stadt stark und in diesem Zusammenhang auch für saisonale und regionale Lebensmittel. Zu weiteren konkreten Maßnahmen fehlt ihr nach eigenen Angaben noch der Überblick, denkbar wären aber Bürgerkraftwerke und die Errichtung von Photovoltaikanlagen. Anke Martin-Heede setzt ähnlich wie Peter Errmann auch in Zukunft auf fossile Energieträger, zu denen auch Kohle zählt. Errmann kann sich aber dennoch einen Ausbau von Photovoltaikanlagen auf alten Bergbauhalden und SWG-Dächern sowie eine Wiedereröffnung des Wasserkraftwerks am Dreibrüderschacht vorstellen. Außerdem könnten öffentliche Aufträge künftig unter klimaneutralen Gesichtspunkten an lokale Firmen vergeben werden. Johannes Brink hat unter den Kandidierenden für die Freiberger OB-Wahl die ambitioniertesten Pläne bezüglich der erneuerbaren Energien. Er möchte überprüfen wo Dächer von städtischen Gesellschaften für Photovoltaik nutzbar sind und die Stadtwerke konsequent auf klimafreundlichere Energien umstellen. Bei den Plänen für künftige Klimaschutzmaßnahmen ist dem amtierenden Oberbürgermeister Krüger sein Erfahrungsvorsprung besonders deutlich anzumerken. Er setzt dabei auch auf die Unterstützung von TU Freiberg, Wirtschaft und Initiativen. Sven Krüger plädiert ebenfalls für Photovoltaik auf Haldenflächen, öffentlichen Gebäuden, Parkhausdächern und SWG-Gebäuden. Sollte er erneut gewählt werden, würde er zudem die energetische Gebäudesanierung und die Wiederaufforstung vorantreiben. Zudem möchte Krüger den Gleisbau unterstützen, damit mehr Güter von Freiberger Unternehmen über die Schiene transportiert werden können.

Im Punkto Verkehr würde Sven Krüger außerdem Anwohner bei Umbaumaßnahmen einbeziehen. So könnten etwa breite Fußwege und verkehrsberuhigte Zonen entstehen. Zudem setzt sich Krüger wie auch alle anderen Kandidierenden, außer Marko Winter, für neue Radwege ein. Letzterer würde allerdings punktuell Änderungen zugunsten der Radfahrer vornehmen. Wie Marko Winter kann Anke Martin-Heede keine Bevorzugung des Autoverkehrs in der Stadt Freiberg erkennen. Peter Errmann spricht sich für den Bau einer Ortsumgehung für Autos und LKW durch den Stadtwald aus. Wo möglich würde er zudem Einbahnstraßen für Fahrräder öffnen. Johannes Brink hat neben dem Ausbau der Radinfrastruktur, wobei er sich an dem bereits bestehenden Radwegekonzept orientiert, auch die Fußgänger im Blick. Ihm zufolge gilt es Straßenüberquerungen sicherer zu gestalten und bereits bestehende Fußgängerzonen konsequenter gegen Falschfahrer durchzusetzen.

Um die Maßnahmen zu unterstützen plädiert Brink dafür, dass die Entwicklung des Freiberger Klimaschutzkonzeptes, welche aktuelle ins Stocken geraten ist, Priorität haben sollte. Er würde diesen Prozess zudem zur Chefsache machen, da er nicht daran glaubt, dass ein Baubürgermeister am Ende seiner Amtszeit die ideale Besetzung für einen solch umfassenden Prozess ist. Es sollte zudem Möglichkeiten für alle Bürger geben, Ideen für das Klimaschutzkonzept einzureichen und am Ende über den Entwurf zu diskutieren. Peter Errmann schlägt vor, einmal im Quartal eine Diskussionsveranstaltung zum Klimaschutzkonzept durchzuführen, wohingegen Sven Krüger die erarbeiteten Maßnahmen im Rahmen eines Bürgerdialogs vorstellen will. Martin Winter hingegen würde sich dafür einsetzen, den Stadtratsbeschluss zum Klimaschutzkonzept wieder aufzuheben. Frau Martin-Heede gibt an sich zu der Thematik erst einmal einen Überblick verschaffen zu müssen. Sie setzt allerdings sehr stark auf Bürgerbeteiligung und einen Dialog aller Akteure zum Thema Klimaschutz. Hierfür setzen sich zwar auch alle anderen Kandidierenden ein, allerdings nicht in diesem Ausmaß. So ist etwa Sven Krüger mit der aktuellen Vorgehensweise zufrieden. Errmann und Brink würden künftig hingegen regelmäßige Diskussionsveranstaltungen zu klimarelevanten Aspekten veranstalten. Zudem würden sie alle relevanten Daten digital zum Abruf bereitstellen.

Freiberg klimaneutral ist ein Bündnis aus 10 Organisationen die sich für den Klimaschutz einsetzen. Ziel ist es, möglichst bis 2035 die Bergstadt Freiberg klimaneutral zu gestalten. Hierzu bedarf es unserer Ansicht nach eine breite Debatte verschiedener Akteure, um zu gemeinsamen Lösungsansätzen zu gelangen. Weitere Informationen, auch zu den ausführlichen Antworten der Kandidierenden für die Freiberger Oberbürgermeisterwahl, finden Sie hier: hier

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kontakt@freiberg-klimaneutral.de

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